Heute

Imagine all the People living for today
Imagine there’s no countries
It isn’t hard to do
Nothing to kill or die for and no Religion, too
Imagine all the People living life in Peace..

John Lennon’s Hymne der Nächstenliebe läuft in der Endlosschleife während meine Finger meiner ganz eigenen Vision folgen..

..heute ist Weihnachten. Das Fest der Liebe. Eigentlich. Wo stehen wir? Äußerlich schön heraus geputzt und wie siehts im Innern aus? Wurde da auch mal der Müll raus getragen? Ganz ehrlich, ich hoffe wir können es besser, denn eines zeigt sich, das wir tendenziell verschlossener werden gegenüber den Prinzipien fundamentaler Menschlichkeit.

Auf der Suche nach Geschenken, nach dem schönsten Weihnachtsschmuck für unser Zuhause, oder nach dem besten Outfit für Silvester, jagen wir aneinander vorbei, mit versteinerter Mimik, und distanzierten Herzen. Streiten um belanglose Dinge, weil wir uns allzu oft persönlich angegriffen fühlen. Verurteilen herablassend Obdachlose, weil sie vielleicht einmal die falsche Entscheidung getroffen haben und leider nicht soviel Glück hatten, aufgefangen zu werden. Übersehen Folter und Unterdrückung in Ländern, denen wir nicht einmal hier bereit sind zu helfen, indem wir sogar alleinstehenden geflüchteten Kindern die Hilfe verweigern. Hilfe, die eigentlich eine humanitäre Selbstverständlichkeit sein sollte. Ganze Länder bleiben unfähig wenn es grundsätzlich um den Schutz von Kindern vor Triebtätern geht. Frauen erfahren häusliche Gewalt, weil zu vielen Söhnen immer noch vorgelebt wird, das das Ausleben von Aggressionen bei einem Mann, eine von der Gesellschaft, eher tolerierte Form für das Zeigen von Emotionen ist, als einfach mal über Gefühle zu reden. Wir belächeln anders Denkende, weil es nicht der Norm entspricht und uns im Grunde mit der eigenen Unzulänglichkeit konfrontiert. Wir ziehen uns von Menschen zurück, ohne ein Wort des Abschiedes, da wir den Konflikt scheuen. Erschöpfen unsere Erde, weil wir nicht einsehen wollen, das wir eigentlich mit viel weniger auch gut leben könnten.

Warum lassen wir das zu? Vielleicht, weil in all unserem Denken, die Angst allgegenwärtig bleibt, und Liebe nur noch etwas ist, das wir einfordern wenn es uns selbst fehlt. Vielleicht sind wir irgendwann einfach dazu übergegangen Liebe zu konsumieren, schön dosiert, an bestimmten Feiertagen, oder einfach wenn uns langweilig ist. Denn auf das eigene Herz hören stimmt nicht immer überein mit der Gesellschaft, Freunden, Familie oder der Karriere. Egal! Ist ja nur ein Muskel.

Ja heute,… Heute ist ein guter Tag um etwas zu ändern.

Heute, werden wir nicht aneinander vorbei hasten, sondern mit einem Lächeln aufeinander zugehen. Heute, gedenken wir auch denjenigen die im Leben nicht soviel Glück hatten, und wünschen ihnen viel Kraft und Zuversicht. Heute, sind wir dankbar für das was wir haben, und verweilen für einen Moment in diesem Frieden. Heute, nehmen wir unsere Kinder in den Arm, und sagen ihnen, das wir stolz auf sie sind. Heute, ’sehen‘ wir wirklich unseren Partner, indem wir einfach mal „Danke“ sagen. Heute, rufen wir unsere engsten Freunde an, anstatt ihnen über WhatsApp zu texten. Heute, verteidigen wir die die in Not sind, setzen uns dafür ein, das man ihnen den selben Respekt und Achtung schenkt, die jeder einzelne von uns für sich so selbstverständlich einfordert.  Heute, lassen wir die Menschen in unser Bewusstsein, die tagtäglich mit Hass und Krieg konfrontiert sind, versuchen Verständnis für ihre Lage zu zeigen. Erkennen an, das wir weder besser noch schlechter sind als andere Kulturen, sondern einfach nur Glück hatten, im relativ friedlichen Teil der Welt, inmitten eines volksvertretenden Rechtsstaat, geboren zu sein. Heute, konsumieren wir verantwortungsbewusster und weniger verschwenderisch, um unseren Planeten zu achten und ihm das zurück zu geben, was er uns tagtäglich zum überleben schenkt. Heute haben wir keine Angst, denn heute erinnern wir uns daran, wer wir sind.

Zur Veränderung braucht es nicht viel, ein kleines Lächeln, ein kleines Dankeschön, ein kleines ‚ich bin für dich da‘, eine kleine Geste des Respektes und Achtung voreinander. Das Fest der Liebe als solches zu feiern braucht keine hübsche Verpackung, kein 3-Gänge-Menu, keinen perfekt gedeckten Tisch, kein extravagantes Outfit, keinen materiellen Besitz. Man muss nicht berühmt sein, keine Vorzeigekarriere haben oder eine Bilderbuchehe führen. Es reicht vollkommen aus das wahrzunehmen was uns auf unserem ganz eigenen Weg begegnet, nicht nur an Weihnachten. Um etwas besonderes zu sein und etwas Großes zu vollbringen, reicht es, hier und da, Menschlichkeit zu zeigen, und zwar Heute!

..You may say i’m a dreamer..
But i’m not the only one
I hope someday you’ll join us
And the world will live as ONE!

Schöne Weihnachten allen guten Herzen da draußen! Ihr seid nicht alleine;)

Peggy Gardot

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